avin

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Wer kennst sie nicht die Etiketten mit den vielen unklaren Namen und Bezeichnungen. Zum einen handelt es sich um Herkunftsbezeichnungen wie DAC, AOC, DOCG, dann Riedennamen oder Rebsorten, weiters liest man über Vinifikationsmethoden – bspw. Wild Fermentation oder Barrique – oder es kommen Fantasienamen zum Einsatz wie zBsp. Admiral, Golem, Sassicaia oder Pintas.

Für den Konsumenten (aber auch Weinhändler und sonstige Stakeholder) ist es daher nicht immer leicht die Weine auseinanderzuhalten bzw. eindeutig zu bezeichnen. Man kann sich vorstellen, dass der Schwierigkeitsgrad den Wein korrekt zu bezeichnen steigt, wenn es sich um Weine aus anderen Sprachräumen handelt.
Diese schon seit jeher bestehende Herausforderung nimmt im Zeitalter des Internets umfassendere Formen an.GV Samaragd Nikolaihof
Dies sei an einem Beispiel erläutert. Nehmen wir eine Flasche Grüner Veltliner im Weingebirge, Smaragd 2008 vom Weingut Nikolaihof aus der Wachau in Österreich. Schon dieses einfache Etikett (siehe rechts) erlaubt verschiedene Varianten der Benennung. Beispiele wären GV Smaragd, GV Im Weingebirge Smaragd, Grüner Veltliner Smaragd, Wachau kombiniert mit unterschiedlichen Jahrgängen etc.

Man kann sich also vorstellen, wenn dieser konkrete Wein auf Social Media Plattformen oder einschlägigen Sites wie Facebook, Twitter, Delicious, Adegga, Verkostungsnotizen.net bewertet und besprochen wird, wie schwierig es ist die unterschiedlichen möglichen Bezeichnungen zusammenzuführen, von den Jahrgängen will ich erst gar nicht anfangen. Wäre es nicht wunderbar, wenn ein Wein eine fixe Nummer hätte, wie wir es etwa aus dem Buchhandel kennen. Man kann sich vorstellen welche Marketing-Möglichkeiten in diesem Fall ableitbar sind.

An dieser Stelle kommt das Projekt AVIN zur Hilfe. Ausgehend von Adegga eine Social Wine Discovery Site, und deren Problemen bei der eindeutigen Zuordnung von Weinbesprechungen entstand Mitte 2009 die Idee AVIN zu kreieren, eine ISBN für Wein. So sieht eine AVIN aus AVIN6452997073019.
Erst durch die zunehmende Präsenz von Wein im Web und der Globalisierung dieser Thematik wird uns bewusst, wie wichtig es ist auch Objekten ausserhalb des Webs einzigartige bezeichnen zu können. So wie das Web auf eindeutigen, dauerhaften Links, dem Permalink, beruht, so wichtig ist es physikalische Objekte wie etwa Weine eindeutig zu erfassen.
Für uns als Shopbetreiber wäre es etwa sehr willkommen, wenn wir basierend auf dem AVIN Bewertungen der Weine dynamisch darstellen könnten. Der Konsument wiederum hätte den Vorteil quasi an einer Stelle, der AVIN Nummer, alle verfügbaren Informationen über einen Wein zur Verfügung zu haben. Und der Winzer hat die Möglichkeit, entsprechend dem jeweiligen Weingesetz, beliebige Namen anzugeben, solange es eine AVIN gibt.

Das noch junge Projekt AVIN hat sich rasch entwickelt und in Portugal und Griechenland (deren Etiketten sind nun wirklich eine Herausforderung) sind einige Weingüter bzw. Weinbaugebiete bereits dazu übergegangen AVINs auf ihre Etiketten zu prägen. (Vgl. zu Griechenland und AVIN allgemein auch Markus Stolz aka elloinos)
Ich hoffe, dass diese Diskussion auch in Österreich, Deutschland und den großen Weinbauländern geführt wird und wir in Bälde jeden Wein über seine AVIN identifizieren können.
Was dann kommt sind ein Menge von web-basierten Anwendungen und Marketing-Möglichkeiten für Wein.

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