blaufränkisch

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bild vom csaterbergVor vielen Jahren war ich ‘mal für 2 Tage zu Gast am Eisenberg im Südburgenland. Der Anlass war ein Weinfest. Die Erfahrung der Landschaft, vom Eisenberg bis zum 25 km entfernten Heiligenbrunn hat mich tief berührt, so wie mich die Weine beeindruckt haben. Besonders fasziniert hat mich auch die Ortschaft Burg, die von Wien kommend knapp vor dem Eisenberg liegt. Es lag also nahe, bei Gründung eines Weinshops diese Weinbauregion besonders zu berücksichtigen. Allein die Ausrichtung auf Grünen Veltliner schien nicht ganz mit dem Südburgenland zusammenzupassen. Mehrere glückliche Umstände versetzen mich nun in die Lage Wein aus der Region Eisenberg im Südburgenland ins Sortiment von burgWeine aufnehmen zu können.
Die glücklichen Umstände lassen sich mit einem Winzer benennen. Uwe Schiefer, der 1995, wie man so sagt quer, ins Weingeschäft eingestieg, ist nicht nur wegen seines pointierten und beharrlichen Charakters bekannt, sondern (und dies mag einen inneren Zusammenhang herstellen) vor allem für seine Kunstfertigkeit das Terroir des Eisenberg auf den Punkt zu bringen. Die Suche nach der Eigenheit des Eisenberg (auch ein wenig unterstützt durch die Nachbarschaftshilfe im Wert von € 9000,- von Pepi Umathum) wurde nach Jahren harter Arbeit mit exquisiten Kreszenzen vor allem vom Blaufränkisch belohnt. Die Weine Reihburg und Szapary loten die Möglichkeiten des Blaufränkisch neu aus und machen klar, dass das Potential im terroirbezogenen (d.h. säurebetonten, eleganten, strukturierten Weinen, die mit wenig Barrique auskommen) Ausbau liegt. Gemeinsam mit Winzern wie Velich und Muhr, um nur einige zu nennen, ist sowas wie eine Interpretation des Blaufränkisch als Pinot Noir entstanden, die dabei ist einen Hype (siehe dazu den New York Times Artikel: “Blaufränkisch Reveals Itself”) auszulösen.

Also da ist einmal der Uwe Schiefer und seine herrlichen Rotweine, die ein starkes Argument sind die Dogmatik von burgWeine zu überwinden. Dem nicht genug keltert der Herr Schiefer – quasi wie auf Bestellung – einen höchst mineralischen und eigenständigen Grünen Veltliner – den Tschaterberg. Wer jetzt meint, Grüne Veltliner haben im Burgenland nichts zu suchen, liegt soundso falsch, und sollte sich schnell davon überzeugen, dass vom Seewinkel bis ins Südburgenland der Grüne Veltliner ein Potential hat. Jedenfalls haben wir uns entschlossen nicht nur den ganz besonderen Grünen Veltliner Tschaterberg 2009 ins Sortiment aufzunehmen, sondern auch den Blaufränkisch Szapary. Der Szapary, der in 3 Jahren seine Trinkreife erreichen wird, stellt für mich einen aktuellen Höhepunkt der Blaufränkisch-Kunst dar. Eleganz, Noblesse, Extraktreichtum: eine perfekte Interpretation des Terroirs vom Eisenberg. Mehr zum Szapary im Shop.

Zurück zum Grünen Veltliner Tschaterberg; der Wein wird naturnah angebaut und gekeltert, nicht einmal gefiltert wird er. Auf einer Briefmarken-großen Fläsche von gerade mal 25 Ar wurden 2009 nicht mehr als 900 Flaschen gefüllt. Der zu einem Drittel im Barrique ausgebaute Wein besticht durch Würde, Mineralik und einen Zug, dass man nicht aufhören möchte bis die Flasche geleert ist. Mehr zum Tschaterberg im Shop.

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