dac

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Im Zuge der gestrigen Burgenland Präsentation im MAK, Wien, sowie der Vorstellung der Ende Juli 2009 verordneten Leithaberg DAC durch Dr. Silvia Prieler – die Obfrau des Vereins Leithaberg möchte ich ein paar kursorische Überlegungen zu dieser Neuerung der österreichischen Weinwirtschaft (so neu nun wieder auch nicht mehr) anstellen.

Mir scheint, dass vor allem aus Konsumentensicht der mit DAC verknüpfte Nutzen noch nicht gänzlich angekommen ist bzw. eventuell gerade durch die Leithaberg DAC die Orientierung zusätzlich auf die Probe gestellt wird. Grundsätzlich möchte ich vorausschicken, dass ich ein Anhänger der Idee der Herkunftsbezeichnung DAC – bzw. des Appellationsgedankens bin.

Im folgenden möchte ich mit gebotener Kürze und aus persönlicher Sicht das Thema darstellen.

Worum geht es bei DAC?

Vor allem anderen geht es darum am Markt (gegenüber Konsumenten und Gastronomie) ein Position aufzubauen bzw. zu verteidigen. Die Einzigartigkeit eines Produktes soll geschützt und kommunizierbar sein. Im Marketing nennt man das USP (=Unique Selling Proposition). In Österreich ist man der Meinung, dass die Rebsorten (Grüner Veltliner, Blaufränkisch, Zweigelt, Neuburger, die Burgunder, St- Laurent …) unzureichend sind um den österreichischen Wein, der etwa 1% der Weltweinproduktion ausmacht, erfolgreich zu vermarkten. Die österreichische Weinwirtschaft hat daher beschlossen das sogenannte germanische System, welches v.a. auf Rebsorten-Marketing besteht zugunsten des romanischen Systems, welches einerseits auf der Idee der Herkunft (=Apellation) aufsetzt und andererseits die Initiative und Kontrolle über Produkt und Vermarktung selbstbestimmt konzipiert.

Verkürzt gesagt ist es das Ziel, mit der DAC Bezeichnung in Österreich das zu erreichen, was wir etwa aus Italien kennen. Uns sind Appellationen wie Chianti oder Brunello di Montalcino bekannt, welche Rebsorten (nämlich in beiden Fällen Sangiovese) sich in den Flaschen befinden hingegen nur kaum. UND: die Appellationen sind gesetzlich geschützt, d.h. es darf kein Sangiovese der Welt Chianti oder Brunello di Montalcino heißen außer er entspricht den Herkunftsregeln.

Rechtliche Basis

Die Bezeichnung DAC bzw. das Konzept des Herkunftmarketings in Sachen Wein wurde in der Weingesetznovelle vom Juli 2000 festgelegt.

§ 39a. (1) Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann durch Verordnung Erzeugerorganisationen und Branchenorganisationen gemäß Titel IV der Verordnung (EG) Nr.1493/1999 einrichten und nähere Vorschriften dazu erlassen. Er kann auf Antrag von Branchenorganisationen Bedingungen für regionaltypische Qualitätsweine mit Herkunftsprofilen festsetzen.

Was mich beschäftigt?

Als Weinhändler und Liebhaber stell’ ich mir angesichts der Präsentation der Leithaberg DAC folgende Frage. In der kurzen Geschichte Österreichs mit Herkunftssystem gibt es neuerdings ein breites Spektrum an Interpretationen. Die erste – Weinviertel DAC – umfaßt ein ehemaliges Weinbaugebiet und gilt für eine Rebsorte, den Grünen Veltliner. Gleiches gilt für alle anderen bis dato in Österreich existierende DACs wie Mittelburgenland, Kamptal (PDF), Kremstal, Traisental, Eisenberg. Hier wurde in autonomer Entscheidung ebenso die Charakteristik der Herkunft betont, allerdings auf Basis der Rebsorte(n) [Grüner Veltliner, Riesling, Blaufränkisch].

Der Spagat für die Vermarktung, aber besonders für Konsumenten und Händler besteht darin einerseits vom germanischen Rebsorte-Denken abzugehen und sich der romanischen Herkunfts-Denke anzuschließen (deren Vorteile ich schätze), andereseits sind noch mehrheitlich Restbestände des Rebsortenfokus in den meisten DACs enthalten.

Mir ist klar, dass es dabei um jeweils die Mehrheitsreben in den Herkünften geht, aber ich verstehe nicht, warum beispielsweise ein Weißburgunder nicht Weinviertel DAC sein kann, wenn in der Leithaberg DAC ein ganzes Bündel von weißen Rebsorten herkunftstypisch vinifiziert werden kann.
Und ich glaube auch nicht, dass der Konsument das schon einfach nachvollziehen kann. Im übrigen halte ich es v.a. international für herausfordernd eine Appelation wie Eisenberg DAC mit 150 Hektar zu vermarkten.

Weiterführende Links

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Bild Twitter GewinnspielEs begab sich anläßlich einer Präsentation der Winzer des Friauls im Museumsquartier respektive am Weg von dort nach Hause, dass aus einem Blickpunkt ein Gewinnspiel auf Twitter wurde.

Also folgt mir auf Twitter für weitere Goodies von burgWeine.

       
Da der Fragestellende leichtfertig und ein wenig unpräzise die eingehenden Antworten ausgewertet hat (Buße: 2 Flaschen), gab es diesmal zwei Gewinner jeweils(!) einer Flasche Grünen Veltliners Weinviertel DAC, Golem von Leo Uibel.

Die beiden Gewinner, Michael Vesely (schnell, aber ungenau) und Markus Pirchner (langsamer, aber präzise) sind stolz und freuen sich ob der neuen Errungenschaft.


Die einfachste Antwort wäre Heldentor gewesen.

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Einer der Winzer in unserem Shop wird das Weingut Prechtl sein.
Besonders der Grüne Veltliner Ried Altenberg ist hervorzuheben:
er wächst auf Urgestein und besticht durch famose Mineralität und Eleganz. Während der Weinviertel DAC Präsentation hab ich bei den Prechtls am Stand vorbeigeschaut.
Das Foto stammt von Johann Werfring

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Unterwegs zur Präsentation der Weinviertel DAC in Wien. Bin gespannt was hinsichtlich der neu geschaffenen Weinviertel DAC Reserve zu finden sein wird. Die Weine sind jedenfalls offiziell noch nicht zugelassen. In jedem Fall wird es ein Genuss werden und ausserdem eine gute Gelegenheit ein paar Winzer des Shops persönlich zu treffen.


Update: war recht spannend die Veltliner des Jahres 2009 zu verkosten. Das Jahr ist weniger säurebetont als 2008 und es erforderte viel Geschick der Winzer den Alkohohlgehalt niedrig zu halten und ohne Restzucker auszukommen. Dies ist in vielen Fällen sehr gut gelungen.

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