Als Wiener freue ich mich besonders über erwähnenswerte Weingüter aus der Stadt Wien.
Schon beim Veltlinertag im MQ ist mir das Rote Haus vom Nussberg positiv aufgefallen. Das Rotes Haus, mit 9 Hektar, gehört zum Weinimperium (gem. mit dem Mayer am Pfarrplatz sind es 42 Hektar) des Hans Schmid (GKK-Gründer) und widmet sich dem burgundischen Ausbau v.a. des Gemischten Satzes und des Grünen Veltliners. Die Rebstöcke stehen allesamt am Nussberg. Bei der gestrigen Präsentation des Jahrganges 2009 stach mich für mich besonders die Mineralität der Weine hervor. 6 Weine wurden präsentiert; ich hab mich auf den Grünen Veltliner konzentriert, war aber auch vom Gemischten Satz – Classic & Reserve – angetan. Die Lage “Obere Schoß”, ein im Barrique (10%) vinifizierter Gemischter Satz erscheint mir hingegen noch gewöhnungsbedürftig.
Der klassische Grüne Veltliner 2009 (Holzfass, Stahltank Combo) ist in der Nase dezent und erinnert an das sehr reif gelesene Traubenmaterial; Zitrus und Mineralik am Gaumen stützen, die 13% Alkohol sind im Extrakt und eben der Mineralik gut verpackt, einen recht langen Abgang.
Der Grüne Veltliner “Obere Schoß” 2008quasi der burgundische GV des Hauses, stammt zu 15% aus dem kleinen Eichenfass und auch hier, der Wein ist ja noch recht jung, gelingt es der Mineralik schon jetzt den Holzeinsatz einzubinden. Die Rebstöcke der Riede sind ~ 20 Jahre alt und stehen auf kalkhältigem Boden mit Blick nach Südosten. Der Blick über die Stadt Wien unterstützt vermutlich nicht nur die Rebstöcke, sondern auch das Weingut.
Für jede/n, der offen ist für Grünen Veltliner jenseits von pikanter Säurer und ausgeprägtem Pfefferl ist das Rote Haus eine exzellente Adresse. Ich setze die beiden Grünen Veltliner mal auf meine persönliche Wishlist
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