Verkostungsnotizen

Verkostungsnotizen und Besprechungen von auf burgWeine (http://burg.cx) gelisteten und anderen für uns wichtigen Weinen

Zöld veltelini Szecskő Tamás, Mátra UngarnThanks to twitter folks Zoltán Németi @zoltannemeti and the @polishwineguide alias Wojciech Bonkowski and the respective vintner Szecskő Tamás I got hold of a precious Grüner Veltliner from Mátra, a wine-growing region northeast of Budapest. More info about Mátra and Szecskő Tamás at Borwerk, Peter Klingler (in German).

The zöld veltelini from Szecskő

is my first Hungarian high quality Grüner Veltlliner. It's grown in an artisanal garagewinery with just 12 hecatares that yield 3-5000 bottles a year. Particularly interesting is the soil and climate. The Mátra is a mountain region (the highest elevation is roughly 1000 m above sea level) that provides a cooling breeze during very hot summers in this part of Europe. The soil is dominated by volcanic material and limestone. So, and that might be a result of the year 2010, the zöld veltelini (=Hungarian translation of Grüner Veltliner) is high in aciditiy. That's good though together with the expressive minerality in balances the 14,5 % alcohol very well.

The wine is overall pretty elegant and dominated by fruit aromas and the minerality-supported acidity. Didn't find the pepper though. That's not an issue for me. It's very good to drink. I have to say I'm happily surprised by this wine. Would be interesting to taste the 2011.

Please also watch the tasting video (sorry for the audio quality the external mic ran out of battery)

burgWeine Click

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Grüner Veltliner ist der Weißwein aus Österreich. Sowas wie die liquide Selbstvergewisserung und kulinarische Exportschlager (neben der Mozartkugel und der Sachertorte) unserer Alpenrepublik – wenngleich der Grüne Veltliner fernab der Berge in den flachen Zonen Niederösterreichs am besten gedeiht.

Unzweifelhaft ist, dass die von uns so sehr geliebte Rebsorte international nicht nur zunehmend immer mehr Genießer, sondern auch Winzer findet, die dann gleich das Potential auf ihrer jeweiligen Heimatscholle ausloten. Dies gelingt zunehmend besser.

Grüner Veltliner der Chardonnay / Sauvignon Blanc von morgen? Wir hoffen nicht, sondern bauen auf die dem Veltliner inhärenten Qualitäten, die ihn vor dem Schicksal globaler Uniformität bewahren. Wir werden schließlich sehen wie's ausgeht.

Jedenfalls hatten wir diesmal Gelegenheit einen Grünen Veltliner aus Südaustralien, genauer aus den Adelaide Hills zu verkosten. Er stammt vom bio-dynamischen Weingut Hahndorf Hill Winery, die mittlerweile über 3 ha verfügen. Auf sandig-lehmigen Boden und bei Temperature, die an das Kamptal erinnern gedeiht ein sehr ordentlicher Grüner Veltliner.

Verkostungsnotiz: sehr helles strohgelb, Mittleres Aroma: mineralisch, frucht, sauber. Mittlere Körper, schöne Säure, die durch Kohlensäure zusätzlich gestützt wird; am Gaumen: Zitrus, Grapefruit, Mineralik, ein wenig exotisch, Würze und ein Hauch Pfeffer; ein recht langer Abgang beschließt den Trinkgenuss. Ein geradliniger sehr feiner Wein mit nur 12% Alk.

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Hahndorf Hill WineryMit Larry Jacobs von der Hahndorf Hill Winery hatte ich schon öfter Kontakt in Sachen Grüner Veltliner; letztlich hat er mir aber seinen Blaufränkisch geschickt (and who knows the Grüner Veltliner might be underway).

Der erste BF, der in Australien gefüllt wurde.

Gratulation nach Australien, da ist ein vorzüglicher Wein gelungen, der zeigt, dass mit Blaufränkisch auch außerhalb des Burgenlandes und Österreichs (ich weiß BF gibt's auch in Deutschland und Ungarn) ein Staat zu machen ist

>> schöne Frucht, exzellentes Säurefundament, präsenterm dichter Körper bei gleichzeitiger Eleganz, für mich lediglich ein wenig zu röstig, das liegt am Barriqueausbau. Next time less wood might yield more wine ;-)

Anbei das Verkostungsvideo:

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Grüner Veltliner aus dem Holz und ein guter.

grüner veltliner lindberg salomon
Wir haben uns im Kremstal umgeschaut.

Grüner Veltliner Lindberg Erste Lage Kremstal Reserve - Weingut Salomon 2009
produziert von Weingut Salomon, in Stein/Donau,
Verkostungsnotiz: Eine kleine Lage, nach Süden ausgerichtet. Die Reben stehen auf tiefen Lössböden. Bukett: sehr reif, Duft nach Melone, reifer Pfirsich, Banane, ein wenig alkoholisch vielleicht. Ein kräftiger Körper mit guteingebundener Säure. Am Gaumen salzig, Holznoten, Kastanien. Ein mächtiger, heißer Grüner Veltliner der den Bogen stark spannt.
Bewertung: 17,5 (von 20) (Verkostet am 10. Januar, 2011)

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blaufränkisch draxler haschendorfIm Zuge der Suche für unsere Business-Kunden (burgWeine4Business) steht nicht nur Grüner Veltliner auf dem Programm, sondern da sind wir Agnostiker und widmen uns jeder Rebsorte.

Wichtig ist uns in diesem Fall zweierlei:

Erstens die Charakteristik: diese Weine müssen, elegant und strukturiert sein. Sie können durch aus eine spürbare Säure haben, ja auch die Rotweine. Trinkfreude müssen sie evozieren. In jedem Fall lehnen wir Weine ab, die aus dem Barrique kommen und nur nach Holz (= Vanille, Schokolade, Kaffee, Röstaromen im Allgemeinen) schmecken oder die konzentriert wurden bzw. so schmecken als ob sie's wären.

Ein zweiter Aspekt ist der Preis: wir schauen und in diesem Fall generell Weine an, die weniger als 20,- EUR kosten. Darüber wird die Luft dünne im Geschäftskundenbereich. In der Regel wird der Weiß- und Rotwein bzw. auch Sekte für Veranstaltungen gekauft, da ist nicht allzuviel Platz für höchste Qualität und hohen Preis.

Wir haben zuletzt einen einfachen nichtsdestotrotz qualitativ hervorragenden Blaufränkisch aus dem Mittelburgenland verkostet, der ein Musterbeispiel an Trinkfreude darstellt.

Blaufränkisch - Weingut Draxler 2009
produziert vom Weingut Draxler in Haschendorf, Burgenland
Kostnotiz: Sehr schöner, einfacher und unaufgeregter Blaufränkisch aus dem mittelburgenländischen Haschendorf. Die Reben stehen auf schottrigem Lehm. Der Wein wird 7 Monate im großen Holzfass vergoren.
Endlich ein klassischer Klassiker. Feine Weichselfrucht und Struktur, schöne Säure, guter Zug. Einfach trinkfreudiger Wein zu einem guten Preis (~8,- EUR)
Bewertung: 16 (von 20) (Verkostet 16. März, 2011)

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Grüner Veltliner ErnstWir machen weiter mit der sensorischen Reise zum Grünen Veltliner aus dem Burgenland. Die Eigenständigkeit und für uns, besondere Würze im Mittelburgenland in diesem Fall, interessiert uns. Grüner Veltliner muss nicht standardisiert (Pfefferl, Apfel, Grapefruit, Steinobst) schmecken. Jeder Boden, jedes Terroir, jede Vinifizierung unterstützt einen eigenen Stil.

Grüner Veltliner 2009 hergestellt vom Weingut Ernst in Deutschkreutz, Mittelburgenland.

Verkostungsnotiz: Grüne Veltliner aus dem Burgenland müssen rehabilitiert werden. Dieser hier vom Weingut Ernst präsentiert sich eigenständig mit einem Bukett von reifem Obst, geräuchertem Speck und Feuerstein. Ungewöhnlich für Grünen Veltliner, aber reizvoll. Am Gaumen cremig, würzig, mit milder Säure. Dann auch noch Weingartenpfirsich und ein leichtes Bitterl im Abgang. Ein interessanter Wein.
Rating: 15 (von 20)
(Verkostet am 12. Februar 2011)

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Grüner Veltliner Federspiel Wachau NikolaihofWir lieben diesen Wein. Eine Eleganz und Strenge, ja quasi die Abstraktion des Grünen Veltliners. Leichtfüßig und beharrlich entfaltet dieser Weißwein seine Aromen und weckt die Karft der Vorstellung. Die alten Rebstöcke und der Ausbau im Holzfass sowie der Urgesteinsboden erreichen selten einen eindringlicheren Ausdruck. Und: er eignet sich bestens als Speisenbegleiter – probiert mit Wiener Schnitzel und mit Fisch, da stimmen wir mit Dedaluswine nicht überein.

This wine is a cannon. Wait no, it’s a symphony. Ok wait, really, it’s a ballet dancer dancing on a gently flowing river of smoke and stone. It’s not what I wanted – but that’s a good thing for all of us. What I wanted was a Grüner Veltliner for the holiday ham. What I got is a wine that really needs to be consumed alone. Not as in by yourself, but rather as in without food. If you knew how good it really is, you wouldn’t share it with anybody either. This is a wine of incredible depth, complexity and extraction – the rare white that could age for two decades. But who’s got the patience? It’s so good right now. It’s got a pwerful, uber-dense profile, with incredible mineral depth, sage, white peach and pipe smoke all flow from the glass. Don’t worry about the Demeter certification (100% Biodynamic), or the fact that this wine is produced in super-small batches from some of the most prized Austrian vineyards. What you should be worrying about are the excuses you’re going to need when it turns out you drank the whole bottle by yourself. (Review from Dedaluswine)

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